Hallenfußball: 23. Auflage des Internationalen Geraer BAMBINI-Cups soll am Sonnabend, dem 22. Januar 2022 stattfinden

Vor zehn Jahren war der jetzige Bayern-Spieler Torben Rhein „Bester Techniker" in Gera

von Manfred Malinka

Gera. Der Förderverein Kinder- und Jugendfußball Gera schafft derzeit die Voraussetzungen, den 23. Internationalen Geraer BAMBINI-Cup am 22. Januar 22 in der Panndorfhalle Gera zu spielen. Die Halle wurde für die Zeit von 9-16 Uhr gebunden, die zehn Teams des Jahrgangs 2014 und jünger sind eingeladen. Schade, dass nun der Jahrgang der neuen U9 nicht in den Genuss kam, BAMBINI-Cup zu spielen. Aber der Veranstalter macht aus der Not eine Tugend und lädt zunächst alle die Vereine ein, die auch 2021 am Start sein sollten. Natürlich sind viele der Kinder ein Jahr älter geworden und die meisten somit nicht mehr spielberechtigt. Unter den Teilnehmern wären erstmals Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen (VfR Hangelar) und Niedersachsen (HSC Hannover) gewesen. Damit hätten die Organisatoren in 23 Jahren BAMBINI-Cup, dessen Erstauflage am 22. März 1998 der FC Carl Zeiss Jena vor den Geraer Dynamos gewann, schon die Bundesländer Nummer zehn und elf in Gera zu Gast.

Eingeladen für die nächste Turnierauflage wurden Rekordteilnehmer FC Erzgebirge Aue (schon 12 Mal dabei), FSV Zwickau (9x), TSV Neu-Ulm und JFC Gera (5x), FK Okula Nyrsko (2x/Tschechien), ASV Dachau und DJK Don Bosco Bamberg (je 1x) und die SG SV 1913 Schmölln (0). Sollte einer der vorgenannten Vereine keinen 2014er Jahrgang haben, stehen schon drei Nachrücker aus drei Bundesländern bereit. Mit dem VfL 1862 Pfullingen auch wieder mal ein Team aus Baden-Württemberg, dass 2017 schon mit dem SSV 1905 Reutlingen in Gera zu Gast war.


Foto: Szene aus dem Endspiel 2020, das RB Leipzig mit 1:0 gegen den FC Erzgebirge Aue gewann.  Foto: Klaus-Peter Hutzsch

Vor zehn Jahren, im Februar 2011, bei der 13. Auflage, wurde mit Torben Rhein von Hertha BSC ein Spieler „Bester Techniker", der jetzt für den FC Bayern München aufläuft. Der U18-Mann lief in der Saisonvorbereitung 2021/22 vier Mal für die Bundesligamannschaft der Bayern auf und war in den Spielen gegen Ajax, Neapel, Köln und Gladbach mit von der Partie. Bereits 2010 war Torben, der mit seinem Vater Peter gern der Einladung des Gastgebers 2022 nach Gera folgen möchte, „Größtes Kämpferherz" des BAMBINI-Cups.




Hallenfußball: 23. Auflage des Internationalen Geraer BAMBINI-Cups um ein Jahr verschoben

Florian Trinks und Torben Rhein sind die Exoten

von Manfred Malinka

Gera. Der Förderverein Kinder- und Jugendfußball Gera hat sich in der vergangenen Woche entschlossen, den für den 23. Januar 2021 avisierten 23. Internationalen BAMBINI-Cup nicht durchzuführen. „Das Risiko, kurzfristig Absagen aus gefährdeten Gebieten zu bekommen, ist einfach zu groß", bedauert Fördervereins-Vorsitzender Heiko Schulze die Entscheidung.

Geplant war die traditionelle Veranstaltung für U8-Junioren, also Kinder, die nach dem 1.1.2013 geboren sind, wie stets mit zehn Teams in der Panndorfhalle. Aber schon da beginnen die Probleme, ein handfestes Hygiene-Konzept hinzubekommen. In den acht großen Kabinen dürfen sich nach den Richtlinen der Stadt nur jeweils sechs Kinder umziehen. Meist besteht eine Mannschaft aber aus zehn Kindern und den Trainern. Aber auch Besucherzahlen und Zutrittsrechte innerhalb und in die Halle, Abstandsgebote vor Ort, auch auf den Rängen, gegebenenfalls nochmals zu verschärfende Hygienekonzepte, lassen das Risiko für solch eine hochkarätige Veranstaltung, die wiederum mit Teams aus fünf Bundesländern und Tschechien geplant war, in Vorbereitung und Durchführung gefährden. Zugesagt zum Meldetermin Mitte Oktober hatten aus Bayern der TSV Neu-Ulm, der ASV Dachau und DJK Don Bosco Bamberg, aus Sachsen der FSV Zwickau und der FC Erzgebirge Aue, aus Thüringen der JFC Gera und der SV 1913 Schmölln, der FK Okula Nyrsko aus Tschechien sowie erstmals Teams aus Nordrhein-Westfalen mit dem VfR Hangelar und Niedersachsen mit dem HSC Hannover. Auch die Übernachtungen für mindestens fünf Teams waren bei Sponsoren, die teilweise schon fast ein Jahrzehnt die jungen Fußballer gratis beherbergen, schon unter Dach und Fach.

Einige Sponsoren, die mit Geldbeträgen die siebenstündige Veranstaltung unterstützen, haben schon einen Obolus entrichtet. Am traurigsten aber dürften die Kinder sein, dass der BAMBINI-Cup nicht stattfindet. In den Genuss einer Teilnahme beim mittlerweile deutschlandweit bekannten Turnier kommt man meist maximal zwei Mal, da das Turnier ja für den jüngeren Jahrgang der F-Junioren ausgelegt ist. Mit Florian Trinks (später Werder Bremen, Greuther Fürth u.a.), der drei Einzeltitel in der Wertung Bester Techniker, Größtes Kämpferherz, Bester Torschütze zwischen 1998 und 2000 holte und Torben Rhein, der jetzt bei den A-Junioren des FC Bayern München spielt und 2010 für Hertha BSC Größtes Kämpferherz war und 2011 Bester Techniker wurde, kam auch kein weiterer Spieler in den Genuss so vieler Ehrungen.


Foto: Traurig war in diesem Jahr bei der 22. Auflage des BAMBINI-Cups im Januar der Auer Fabio Knoll, da sein Team das Finale gegen RB Leipzig 0:1 verlor. Später wurde Fabio als Bester Techniker des Turniers geehrt. Foto: Klaus-Peter Hutzsch


Foto: dto mit Jayden Sesser, dem Torwart von Aue, der tröstet. Foto: Klaus-Peter Hutzsch










Keiner geht leer aus

 BAMBINI-Cup erstmals vom Förderverein Kinder- und Jugendfußball veranstaltet – JFC Gera erneut auf Platz drei

von Andreas Rabel/OTZ

Die Spieler der SG Gera wurden als erste zur Siegerehrung gerufen. Doch auch für Platz zehn gibt es beim BAMBINI-Cup Urkunden und eine Medaille. Das vierte Mal war die Spielgemeinschaft der Vereine BSG Wismut, VfL und Eurotrink beim U8-Turnier in der Panndorfhalle am Ball. „Die Platzierung ist nicht alles", sagt Trainer Tino Höring. „Wir wollen den Kindern den Spaß am Fußball vermitteln. Wir gewinnen mit Respekt und wir verlieren mit Respekt." Doch vor allem vor dem Spiel gegen den Turniersieger RB Leipzig war der Respekt fast zu groß. „Keiner wollte so richtig aus sich raus. Doch dann haben wir das ordentlich gemacht, versucht, unseren Fußball zu spielen", sagt Höring, der am Sonnabend Trainerin Anke Grüttner vertrat, die auf Hochzeitsreise ist.

Johannes, Luca Nadal, Erik und Benjamin vom JFC Gera freuen sich über den 3. Platz.


Der JFC Gera kam wie im Vorjahr als Gruppenzweiter ins Spiel um Platz drei. Nach einer 3:0-Führung endete das kleine Finale gegen Tennis Borussia Berlin mit 3:2. „Der dritte Platz ist ein Erfolg für uns. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so mithalten können, denn das Turnier wird immer anspruchsvoller", sagt Trainer Nicolas Gruber. Im Kleinen Finale hätten seine Kicker alles richtig gemacht, „vielleicht das eine oder andere Mal zu oft auf die Uhr geschaut", sagt er mit einem Schmunzeln. Neben den Punktspielen in der Kreisoberliga steht das Training auf dem Parkett ganz oben. „Gerade in der Halle können wir die technischen Fertigkeiten, das Ballgefühl weiter entwickeln", sagt der junge JFC-Trainer, der in Neustadt/Orla wohnt, in Jena studiert und immer wieder gern zum Training mit den Kids nach Gera kommt.

„Manfred Malinka hat mit seiner Mannschaft wieder Fleißarbeit geleistet, ein top organisiertes Turnier auf die Beine gestellt", sagt Uwe Kaiser. Der 65-Jährige beobachtete als Vertreter des Fördervereins Kinder- und Jugendfußball Gera, erstmals Veranstalter des BAMBINI-Cups, die Spiele in der Halle. Auch in den nächsten Jahren soll das Oldie-Turnier (Freitag) und der BAMBINI-Cup am Tag darauf vom Förderverein veranstaltet und organisiert werden  „Der BAMBINI-Cup ist anspruchsvoll, von den besten Mannschaften wird schon Qualitätsfußball gezeigt", sagt Kaiser, einer der Hauptsponsoren mit dem Druckhaus Gera. Da können die anderen Geraer Vereine nicht mithalten.

RB Leipzig gewinnt erneut den Bambinicup.

„Als Förderverein ist es unser Ziel, dass die besten Geraer Nachwuchsspieler in einem Verein spielen, gefördert und ausgebildet werden, und dass in der Stadt nicht mehr nur Landesliga gespielt wird", sagt der Unternehmer. Das wird nicht von heute auf morgen gehen und schwierig ist das Unterfangen, den Nachwuchs zu bündeln und eine höherklassig spielende Mannschaft zu etablieren sowieso – in Gera besonders.

 

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