BAMBINI-Cup 2012: FC Erzgebirge Aue siegt im Finale gegen Erurt

Werder-Trikot geht für 180,- EUR für einen guten Zweck weg

von Manfred Malinka
Durch einen 4:1-Endspielsieg gegen den FC Rot-Weiß Erfurt sichert sich der FC Erzgebirge Aue in der Panndorfhalle erstmals den Geraer Bambini-Cup. (Foto: Jens Lohse)

Mit dem Erfolg des FC Erzgebirge Aue endete am Samstag in der Panndorfhalle der 14. Geraer Bambini-Fußball-Cup um den Pokal des Geraer Oberbürgermeisters.

Die Erzgebirgler schlugen im Endspiel des sechsstündigen perfekt organisierten Turniers den Vorjahresfinalisten FC Rot-Weiß Erfurt mit 4:1. Zudem hatten die Sachsen bei ihrer vierten Teilnahme in Gera mit Moritz Heuschkel den Besten Techniker des Turniers in ihren Reihen. Eine sehr gute Rolle spielten diesmal die beiden Geraer Teams VfL 1990 und 1. FC 03, die beide ins Kleine Finale kamen.

Zehn Mannschaften aus acht Städten und vier Bundesländern gaben sich beim größten F2-Turnier Mitteldeutschlands um die Pokale der Fahrschule Fischer in der Panndorfhalle ein Stelldichein. Angeführt von Titelverteidiger Hertha BSC, zum 6. Mal dabei, zeigten über 110 Kinder des Jahrgangs 2004 und jünger, was sie im Umgang mit dem Ball schon können. Und das war nicht wenig. Auch im Zusammenspiel zeigten die Sieben- und Achtjährigen schon beachtliches. Auch die jungen Herthaner, die allesamt ein Jahr jünger als ihre Kontrahenten waren, spielten trotz Platz acht am Ende nicht schlecht.

Überraschen konnten aber vor allem die beiden Geraer Vereine. Der VfL, als einer der beiden Mit-Gastgeber, hatte sich mit Lusaner und Zwötzener Kindern verstärkt, und verlor in der Vorrunde nur gegen Finalist Erfurt. Gegen Rotation 1950 Leipzig machten die VfLer sogar einen 1:2-Rückstand wett und gewannen nach Amon Osseteks Siegtor noch 3:2.
Der am Samstag noch siebenjährige Ammon schoss gegen den Halleschen FC ein herrliches Volleytor und Jeremy Meinhardt schaffte das 2:1. Auch gegen den FC Carl Zeiss Jena gewannen die Fuchsberger durch Osseteks Tor 1:0 und hatten einen starken Torwart Tim Seidel hinter sich, der später Bester Turniertorwart wurde.

Auch der 1. FC Gera 03, trainiert von Ursula und Heiko Schmidt, kam in seiner Vorrunde mit drei Siegen auf Platz zwei und verlor nur gegen Turniersieger Aue mit 0:3. Im Auftaktspiel gegen Hertha BSC hatte Lucas Schmidt das erste Turniertor erzielt, später traf der Siebenjährige noch vier Mal.
Ein Höhepunkt im Turnier war auch der Versteigerungsabschluss des handsignierten Werder-Bremen-Trikots, das für 180 Euro weg ging und das Werder-Profi Florian Trinks – drei Mal für die Geraer Dynamos beim Bambini-Cup dabei - nach Gera gebracht hatte.

Wie bei allen Bambini-Turnieren bekam jede Mannschaft einen geschmackvollen Pokal, den die Fahrschule Fischer gestiftet hatte. Die Einzelehrungen kamen von der Graveur- und Schilderwerkstatt Kalwach und vom neu gegründeten Förderverein „Fußball am Fuchsberg". Und auf der Urkunde war bei der Heimfahrt schon das Mannschaftsfoto vom Vormittag drauf. Den Unterstützern gilt, wozu auch der Förderverein des 1. FC Gera 03 zählt, wie den vielen anderen Sponsoren der Dank des Veranstalters. Einen Sonderpreis, gestiftet von der Ostthüringer Zeitung, erhielten vom 1. FC Gera 03 Marlon Rahm und vom VfL 1990 Gera Lenny Kunz.
Gera 03-Angreifer Sascha Winefeld (Mitte) trägt sich im Turnierverlauf zwei Mal in die Torschützenliste des Turnierdritten ein.

Wiederum hatten zahlreiche Ehrengäste der niveauvollen Veranstaltung beigewohnt. Der Oberbürgermeister, der das Traditionsturnier eröffnet hatte, TFV-Vorstandsmitglied Manfred Lindenberg, der Vorsitzende des Ostthüringer Kreisfußballausschusses Klaus Hübschmann, Stadtsportbund-Geschäftsführer Norbert Kietzmann und letztlich auch der Inhaber der Fischer-Fahrschule Mike Fischer als Hauptsponsor, gaben dem Turnier einen schönen Rahmen.


Die Ehrentafel vom 14. BAMBINI-Cup

Bester Torschütze:
Luca Dreysig (Lobeda 77/9 Tore)

Bester Torwart:
Tim Seidel (VfL 1990 Gera)

Bester Techniker:
Moritz Heuschkel (Erzgebirge Aue)

Größtes Kämpferherz:
Stanley Hein (Hertha BSC Berlin)

Jüngster Spieler:
Tim Schneider (Zwickau-Süd/5 Jahre)
6 7 8 6 7